Sternsingen gegen Kinderarbeit – Vohwinkeler Sternsinger bei der GEPA
Schon seit zehn Jahren bringen die Vohwinkeler Sternsinger der GEPA ihren Segen. Mit dem Kirchenlied „Gloria in excelsis Deo“ stimmten sie die Mitarbeiter*innen und Besucher*innen des GEPA-Stores auf die frohe Botschaft der Engel ein. Die Vohwinkeler Sternsinge stellten das diesjährige Motto des Dreikönigssingens „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ vor, das auch für uns im Fairen Handel Priorität hat.

„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“
Weltweit arbeiten 160 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen – in Bergwerken, Fabriken oder auf Kakaoplantagen. Sie ernten die Kakaoschoten mit den Kernen oder Bohnen, aus denen später Schokolade hergestellt wird. Sie selbst haben noch nie Schokolade gegessen – nicht mal zu Weihnachten. Ausbeuterische Kinderarbeit ist gefährlich und nimmt den Kindern ihre Kindheit. Als Fair Trade-Pionierin liegt uns die Vermeidung und Bekämpfung von Kinderarbeit sowie der Einsatz für Kinderrechte natürlich besonders am Herzen. Ob für Kakao, Kaffee oder andere GEPA-Produkte: Durch die fairen Preise erzielen Eltern für ihre Arbeit ein höheres Einkommen und können so ihre Kinder zur Schule schicken. Manche Partner renovieren Schulen, kaufen Bücher oder übernehmen Schulgebühren. GEPA-Pressereferentin Brigitte Frommeyer betonte beim Sternsinger-Besuch: „Ihr tragt mit euren Spenden dazu bei, dass Kinder lernen dürfen. Bildung ist der Schlüssel, damit Kinder eine bessere Zukunft haben. Ihr macht die Welt etwas gerechter. Das ist auch unser Auftrag über Fairen Handel, denn das „Kindermissionswerk - Die Sternsinger“ ist einer der Gesellschafter der GEPA.“
Bildung ist der Schlüssel, damit Kinder eine bessere Zukunft haben.
Unsere Bildergalerie zeigt einige Eindrücke des diesjährigen Sternsinger-Besuchs bei der GEPA in Wuppertal:
Die GEPA unterstützt die Sternsinger-Aktion wieder mit einer Spende
Damit Kinder eine Chance auf Bildung haben, haben wir auch dieses Jahr die Sternsinger-Aktion wieder mit einer Spende unterstützt. Wie das Geld investiert wird, zeigt beispielsweise die Partnerorganisation der Sternsinger, ARKTF (Abdur Rashid Khan Thakur Foundation). Sie setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2002 in der Region Jessore und der gleichnamigen Stadt in Bangladesch gegen Kinderarbeit ein. Das Team befreit Kinder und Jugendliche aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen und ermöglicht ihnen den Schulbesuch oder eine Ausbildung. Seit der Gründung hat ARKTF mehr als 400 Kinder in Schulen integrieren können und rund 680 Jugendlichen eine Ausbildung vermittelt.

Sternsinger-Film gegen Kinderarbeit: Willi Weitzel in Bangladesch
Im Sternsinger-Film 2026 ist Reporter Willi Weitzel für Kinder in Bangladesch unterwegs. Dort sind 1,8 Millionen Kinder von ausbeuterischer Kinderarbeit betroffen. Einer von ihnen ist Tazim. Er verdient täglich umgerechnet 1,50 Euro für elf Stunden. In dieser Zeit stellt er 400 bis 500 Aluminium-Töpfe her. Die Arbeit ist gefährlich und der Lärm ohrenbetäubend. Tazim steht mit nackten Füßen in dem scharfkantigen Aluminium-Abfall. Wenn er nicht aufpasst, kann er einen Stromschlag bekommen. Dank der Stiftung ARKTF geht Tazim schließlich wieder zur Schule. Stolz präsentiert er seine Schuluniform und seine Schulbücher.
Hier den offiziellen Sternsinger-Film 2026 ansehen:
Durch Lernen wachsen – dank Fairem Handel
Bei der GEPA liegen uns die Rechte von Kindern auch besonders am Herzen. Wir möchten den Kindern eine Chance geben, ihre Talente zu entwickeln – anders als etwa in Westafrika, wo auf vielen Kakaoplantagen Kinder Schwerstarbeit leisten müssen.
Die Ursachen ausbeuterischer Kinderarbeit sind meist strukturell: niedrige Löhne der Eltern, zu niedrige Rohwarenpreise, Gewinnmaximierung der aufkaufenden Unternehmen – selbst bei hohen Weltmarktpreisen wie jetzt bei Kakao. Hinzu kommen finanzielle Notlagen entlang der Lieferkette und kriminelle Machenschaften einzelner Akteure.
Der Faire Handel setzt hier an: Durch faire Preise und Löhne, langfristige Handelsbeziehungen und Bildungsförderung – oft finanziert über Fair-Handels-Prämien – soll Kinderarbeit überflüssig werden. Brigitte Frommeyer: „Auch die Sensibilisierung der Produzent*innen für die gesunde Entwicklung ihrer Kinder ist ein zentraler Bestandteil. Das Einhalten menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten, Risikomanagement sowie Rückverfolgbarkeit der Lieferkette stehen für uns und unsere Partnerkooperativen an erster Stelle.“
Stand 01/2026









