Bukonzo

Bukonzo
Art der Organisation
Kooperativen-Dachverband
Ort:
Afrika, Uganda, Kyarumba
Mitglieder:
Rund 5.500
GEPA Partner seit:
2016
GEPA-Code:
185
Art der Organisation
Kooperativen-Dachverband
Ort:
Afrika, Uganda, Kyarumba
Mitglieder:
Rund 5.500
GEPA Partner seit:
2016
GEPA-Code:
185
Bukonzo

Über den Partner

Die Umsetzung der Gleichberechtigung von Frau und Mann ist das große Thema des Kooperativen-Dachverband Bukonzo. Dieses Engagement ist in Uganda außergewöhnlich und dafür wurden sie vielfach ausgezeichnet, u.a. 2015 mit dem Nachhaltigkeits-Preis der in der Kaffeewelt renommierten “Specialty Coffee Association of America“ (SCAA). Zu der 1999 als Kredit-Kooperative gegründeten Organisation gehören hauptsächlich Frauen (2017: 83 Prozent). Auch rund die Hälfte des Vorstandes ist weiblich. Die Bäuerinnen und Bauern haben durch Trainingskurse gelernt, sich gegenseitig zu respektieren und auf der Farm zusammenzuarbeiten. Sie bauen Kaffee in den „Rwenzori Mountains“ an, die an das Nachbarland Kongo grenzen. Durch den Fairen Handel konnten sie in eine bessere Verarbeitung ihres qualitativ hochwertigen Bio-Kaffees investieren und so das Qualitätsniveau erhöhen.

Die Produzentinnen und Produzenten

Eine der Bäuerinnen von Bukonzo ist Jonas, die verheiratet ist und vier Kinder hat. Auf ca. 0,4 Hektar Land baut sie inzwischen Bio-Kaffee und Bio-Bananen an. Früher hat sie nur Casava angebaut, doch so hat Jonas heute ein besseres Einkommen für ihre Familie. Sie ist stolz darauf, dass ihr Kaffee schon 2011 bio-zertifiziert wurde. Außerdem verdient sie sich bei Bukonzo durch das Sortieren des Rohkaffees noch etwas dazu und sie verkauft zu Hause zudem Speiseöl. Ihr absolutes Ziel ist, dass ihre Kinder zu Universität gehen.

Die Kaffeespezialiäten mit Bio-Kaffee von Bukonzo gibt es im Weltladen, in Bio- und Naturkostläden sowie im GEPA-Onlineshop.

Zur Geschichte

 

2017

Besuch von Cristina Ruiz, Leiterin der Programm-Abteilung für Kaffee, Kakao und Nüsse, Twin Trading, Großbritannien

Produkte: Kaffee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht


Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Gesundheit

Gesundheit

Bukonzo finanzierte durch den Fairen Handel die Erweiterung des Gesundheitszentrums in der Stadt Kyarumba. So konnten ein kleiner Operationssaal und Räumlichkeiten für die Frauen gebaut werden, in denen sie nach der Geburt ihres Kindes zunächst bleiben können. 

Bio

Bio

Bukonzo fördert den ökologischen Anbau und sieht darin eine Möglichkeit, dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Rund die Hälfte ihres Kaffees wird zurzeit ökologisch angebaut. Ihr Bio-Kaffee ist für den amerikanischen und für den europäischen Markt zertifiziert.

Soziales

Soziales

Die Arbeit von Bukonzo begann 1999 mit Sparprogrammen und der Vergabe an Mikrokrediten an ihre Mitglieder. Mithilfe dieser Kredite konnten die Bäuerinnen und Bauern u.a. in die Kaffeeaufbereitung investieren.

Qualität

Qualität

Die Bukonzo-Mitglieder bauen Bio-Arabica (u.a. Bourbon) von hoher Qualität an, der von Hand gepflückt, und an der Sonne getrocknet wird. Ihr Bio-Kaffee wächst auf 1.400 bis 2.200 Metern an den Hängen der Rwenzori Mountains. Bukonzo-Experten prüfen die Tassenqualität und geben ihn dann frei für den Export.

Fotos: Twin
Frauen

Frauen

Bukonzo wurde vielfach ausgezeichnet für die Umsetzung eines Programms zur Geschlechter-Gerechtigkeit. Sie sind stolz darauf, dass bei 67% aller verheirateten Paare sowohl der Mann als auch die Frau als Eigentümer/in des Landes eingetragen ist. Bukonzo führt Trainingskurse für Frauen und Männer durch. 

Fairer Preis

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt im Durchschnitt mehr als die von Fairtrade International (FLO) festgesetzte Preisregelung pro 100 amerikanische Pfund. Dazu kommen die Fair-Trade-Prämie, die Bio-Prämie sowie ein GEPA-eigener Qualitätszuschlag. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert.

Aufbau

Aufbau

Bukonzo setzte sich bei den staatlichen Behörden dafür ein, dass eine Stromleitung nach Kyarumba gebaut wurde. So können sie die Verarbeitung des Kaffees verbessern und damit die Qualität ihres Produktes. Außerdem haben sie Straßen und Brücken gebaut, um den Transport des Rohkaffees zu erleichtern.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Bäuerinnen und Bauern erfüllen alle Bedingungen, einen ausgezeichneten Kaffee zu produzieren. Aber sie waren bis 1999 vom internationalen Kaffeemarkt isoliert. Die Zusammenarbeit mit dem Fairen Handel ermöglichte dem Kaffee-Dachverband schließlich den Zugang zum Weltmarkt.

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Fotos: Twin

Das ist noch zu tun

Ökologie

Ökologie

Das Pflanzen von weiteren Schattenbäumen sowie der Bio-Anbau generell ist für Bukonzo ein guter Weg, um dem Klimawandel etwas entgegen zu setzen.

Aufbau

Aufbau

Bukonzo promotet den Gebrauch von energiesparenden Kochern. Rund 25 Prozent ihrer Mitglieder sollen bis Ende 2018 darauf umsteigen.