COASSAN

Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Amerika, Nicaragua, San Antonio de Sisle (bei Jinotega)
Mitglieder:
57
GEPA Partner seit:
2017
GEPA-Code:
538
COASSAN COASSAN

Über den Partner

Im gebirgigen Norden Nicaraguas wurde die Kaffee-Kooperative COASSAN (Cooperativa Agropecuaria de Servicios San Antonio) von 23 Kaffeebäuerinnen und –bauern im Jahr 2005 gegründet. Die Gemeinde San Antonio de Sisle liegt etwa 23 Kilometer von der Stadt Jinotega entfernt. Dazu gehören auch die Gemeinden San Gregorio und Tomayunca, in denen ebenfalls Mitglieder von COASSAN leben. Sie sind Nachfahren der Ethnie „Chorotegas“, den ersten Bewohnerinnen und Bewohnern der Region von Jinotega. Die Kooperative COASSAN bietet ihren Mitgliedern Fortbildungen, Kredite, Saatgut und technische Beratung an. So wurden die Mitglieder zum Beispiel geschult, wie Baumschulen angelegt und Kaffeekäfer bekämpft werden können. Die Hauptaufgabe der Kooperative ist jedoch die Vermarktung des Bio-Kaffees.

Die Produzentinnen und Produzenten

Zu COASSAN gehören zurzeit 49 Kaffeebauern und acht Kaffeebäuerinnen. Sie bewirtschaften insgesamt 417 Hektar Land, davon 144 Hektar mit Bio-Kaffee für den Export. Eine Finca hat im Schnitt 3,36 Hektar. Die Bäuerinnen und Bauern pflanzen für die Eigenversorgung und den lokalen Markt Getreide und Zitrusfrüchte an und halten Vieh. Anders als in anderen Teilen Nicaraguas haben diese Bäuerinnen und Bauern ihr Land von ihren Eltern geerbt bzw. selbst Land dazugekauft. Dass sie Eigentümerinnen und Eigentümer ihres Landes sind, hilft ihnen zum Beispiel, wenn sie Kredite beantragen möchten.

Zur Geschichte

 

2017 und 2018

Besuch von Kleber Cruz Garcia, GEPA Einkaufsmanager Kaffee

 

Produkte: Kaffee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Die Mitglieder der Kooperative engagieren sich für den Umweltschutz in ihrer Region und für den Bio-Anbau. Jedes Jahr setzen sie konkrete Maßnahmen um, damit Wasser und Boden geschützt werden. Dabei wurden sie von staatlichen Stellen unterstützt.

Bio

Bio

Die Kaffeekooperative COASSAN baut ausschließlich Bio-Kaffee an, den sie exportiert. Dazu stehen den Mitgliedern zurzeit 144 Hektar Land zur Verfügung. Sie haben zudem eine kleine Anlage, um u.a. Bio-Dünger für ihre Mitglieder herzustellen.

Aufbau

Aufbau

Bei den einzelnen Kaffeebauernfamilien werden kleine Aufbereitungsanlagen für den Kaffee gebaut.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Kleinbauern haben durch den Fairen Handel die Chance erhalten, ihren Bio-Kaffee nach Europa zu verkaufen und dadurch ihr Familieneinkommen zu steigern.

GEPA - The Fair Trade Company
Bildung

Bildung

Die Mitglieder der Kooperative wurden zum Beispiel geschult, wie sie Baumschulen anlegen und Kaffeekäfer bekämpfen können.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt im Durchschnitt mehr als die von Fairtrade International (FLO) festgesetzte Preisregelung pro 100 amerikanische Pfund. Dazu kommen die Fairtrade-Prämie, die Bio-Prämie sowie ein GEPA-eigener Qualitätszuschlag. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert.

Qualität

Qualität

Die Fincas liegen auf 1.000 und 1.200 Metern Höhe in der wichtigsten Kaffeeanbauregion Nicaraguas. Die Mitglieder bauen ausschließlich Arabica-Kaffee der Sorten Catimor, Parainema, Marcellesa und Pacamara an. Die Kooperative lässt ihren Bio-Kaffee bei der Firma BENCAFÉ aufbereiten.

Gesundheit

Gesundheit

Jede Mitgliedsfamilie hat einen Erste-Hilfe-Kasten erhalten und die darin enthaltenen Medikamente werden jedes Jahr erneuert. Darüber hinaus werden auch Darlehen gewährt, um Medikamente zu kaufen. Erkrankt ein Mitglied oder ein Familienangehöriger, übernimmt COASSAN zum Beispiel die Kosten der ärztlichen Behandlung.

Das ist noch zu tun

Bio

Bio

Sie nehmen derzeit neue Kooperativen auf, die sie bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft betreuen. Ihr Ziel ist: 100 % bio & fairer Kaffee.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Ihren Absatz von fair gehandeltem Kaffee zu stabilisieren, ist für die Kooperative sehr wichtig.

Soziales

Soziales

Die Kleinbauern haben das Land von ihren Vorfahren geerbt, oft aber ohne formalen Landtitel. Dies wird für die Zukunft notwendig sein.