COOPEALNOR (Cooperativa Agropecuária Mista do Litoral Norte da Bahia)

COOPEALNOR
Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Amerika, Brasilien, Rio Real
Mitglieder:
90
GEPA Partner seit:
1999
GEPA-Code:
424
Art der Organisation
Kooperative
Ort:
Amerika, Brasilien, Rio Real
Mitglieder:
90
GEPA Partner seit:
1999
GEPA-Code:
424
COOPEALNOR

Über den Partner

Die Kleinbauern profitieren meist nicht davon, dass Brasilien das weltweit wichtigste Exportland von Orangensaftkonzentrat ist. Gewinner dieser Entwicklung sind Plantagenbesitzer und Hersteller von Saftkonzentrat. Eine faire Alternative ist Orangensaftkonzentrat, das im Auftrag von Kleinbauern-Kooperativen wie COOPEALNOR hergestellt wird. Die Kleinbauern ernten die Orangen, erhalten einen höheren Preis durch den Fairen Handel und ihre Kooperative lässt die Früchte verarbeiten. Im Auftrag von COOPEALNOR wird das Saftkonzentrat im Betrieb Tropfruit im Nachbarstaat Sergipe hergestellt. So kann die Herstellung zurückverfolgt werden – von der Orange bis zum Saftkonzentrat. Zudem bleibt so ein höherer Anteil des Mehrwertes bei unserem Partner, denn er vermarktet das Saftkonzentrat.

Die Produzentinnen und Produzenten

Die Mitglieder von COOPEALNOR leben alle in den beiden Regionen Litoral Norte und Agreste Bahiano im Bundesstaat Bahia. Der Anbau von Obst und Zitrusfrüchten hat dort eine lange Tradition. Die Mitglieder gehören im brasilianischen Kontext zu den kleinen bis mittelgroßen Produzenten. Die Hälfte der Mitglieder verfügt über zwei bis zehn Hektar Land, auf dem in erster Linie Orangen, Maracuja und Kokos gedeihen. Daneben werden Mais, Bohnen und Maniok für den Eigenbedarf und den Verkauf auf dem lokalen Markt angebaut. Im Durchschnitt haben die Mitglieder rund 14 Hektar Land.

Zur Geschichte

 

2015

Besuch von Stephan Beck und und Marta Matuszewska, Produktmanagement, sowie Anne Welsing, freie Journalistin

2015

Besuch des Exportmanagers von COOPEALNOR bei der GEPA

2014

Besuch von Mitgliedern von COOPEALNOR bei der GEPA

2007

Gründung der Kooperative COOPEALNOR

1999

Besuch einer Delegation von CEALNOR

Produkte: Wein & andere Getränke

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht


Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Bildung

Bildung

Die Kinder können aufgrund des höheren Preises für die Orangen, den die Eltern erhalten, in die Schule gehen. Vier technische Berater bieten Schulungen für die Bauern an (zum Beispiel zum Thema „Ökologischer Anbau“, „Nachhaltige Anbaumethoden“, „Qualitätssicherung“).

Fairer Preis

Fairer Preis

COOPEALNOR erhält für eine Tonne fair gehandeltes Orangensaftkonzentrat den aktuellen Weltmarktpreis (mindestens 2.300 US-Dollar) plus eine Fairtrade-Prämie (200 US-Dollar). Die Kleinbauern erhalten für ihre Orangen höhere Preise als in der Region üblich und die Weiterbildung wird gefördert.

Qualität

Qualität

Besonderes Anliegen der Kooperative ist die Qualitätssicherung bereits im Orangen-Garten. Der Verarbeiter Tropfruit übernimmt die Qualitätssicherung bei der Herstellung von Orangensaft-Konzentrat.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing.
Bio

Bio

Rund ein Fünftel der Mitglieder von COOPEALNOR hat bereits auf ökologischen Anbau umgestellt. Die GEPA erhält von COOPEALNOR sowohl Bio-Orangensaftkonzentrat für die Bio-Limo als auch konventionelles Konzentrat für den Orangensaft.

Aufbau

Aufbau

Die Erträge sind geringer als auf den Plantagen, da die Kleinbauern oftmals ältere Orangenbäume haben. Durch größere Bestellungen des Fairen Handels könnte sich dies ändern.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Kleinbauernorganisation COOPEALNOR erhielt Zugang zum Markt für Orangensaftkonzentrat in Europa. Der Exportanteil liegt zurzeit zwischen 40 und 60 Prozent. COOPEALNOR liefert im Rahmen eines staatlichen Ernährungsprogrammes frische Orangen und Passionsfrüchte für Schulkinder und Familien.

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Fotos: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing.

Das ist noch zu tun

Bio

Bio

In Zukunft sollen noch weitere Mitglieder auf ökologischen Anbau umstellen.

Aufbau

Aufbau

Die Kooperative sollte weiter wachsen und weitere Mitglieder aufnehmen. Das gestiegene Vermarktungsvolumen gibt ihnen die Möglichkeit.