DOTFA

Art der Organisation
Produzentenorganisation
Ort:
Asien, China, Wuyuan
Mitglieder:
Ca. 20.000
GEPA Partner seit:
2007
GEPA-Code:
890
DOTFA DOTFA

Über den Partner

DOTFA (Dazhangshan Organic Tea Farmers Association) ist einer der Pioniere des Bio-Tee-Anbaus in der Volksrepublik China. Bereits seit 1997 bieten sie Bio-Tee an und sind seit 2001 fair-zertifiziert. Der GEPA Bio-Tee kommt aus der Provinz Jiangxi, die im Südosten des Landes liegt. Jiangxi gehört zu den ärmeren Provinzen des Landes, obwohl von dort u.a. ausgezeichnete Tees kommen. Zu den Mitgliedern von DOTFA zählen sowohl die Bäuerinnen und Bauern, als auch Technikerinnen und Techniker sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Teeverarbeitung. Über die Verwendung der Fair Trade-Prämie entscheidet der demokratisch gewählte Vorstand der Produzentenorganisation. Verpackt und exportiert wird der Bio-Tee von einer sozial engagierten Privatfirma, da dies DOTFA nicht möglich ist. Der Import nach Deutschland erfolgt im Auftrag der GEPA von der Teehandelsfirma Cha Dô in Bremen.

Die Produzentinnen und Produzenten

Die Mitglieder leben in acht Gemeinden, die rund um Dazhangshan liegen und aus jeweils 20 bis 30 Dörfern bestehen. Die Bauern haben das Land für 30 Jahre vom Staat gepachtet. Eine fünfköpfige Familie hat vom Staat 3,3 Hektar Land erhalten. Die Familien können sich selbst mit Lebensmitteln versorgen und bauen Reis, Gemüse und Kräuter an. Außerdem können sie das notwendige Brennholz sammeln. Bio-Tee wird auf einem viertel bis halben Hektar Land angebaut und der Verkauf des Bio-Tees ist  die einzige Bargeldquelle der Familien.

Zur Geschichte

 

2006

Besuch von Gerd Nickoleit, ehemaliger GEPA Grundsatz-Referent

 

2008

Besuch von Anne Welsing, freie Journalistin

Produkte: Tee

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

DOTFA ist einer der ersten zertifizierten Bio-Tee-Vereinigungen in China. Die Bäuerinnen und Bauern haben immer nach alter Tradition Tee angebaut, das heißt ohne Kunstdünger und Pestizide. Deshalb konnten ihre Teegärten ohne Probleme 1997 zertifiziert werden.

Bildung

Bildung

Die Ausbildung der Kinder wird besonders gefördert, zum Beispiel wurde eine Mittelschule baulich erweitert (Bibliothek und Computerraum). In diese Mittelschule mit Internat gehen die Kinder, deren Eltern alle Bio-Tee anbauen. Zudem werden Stipendien für den Besuch von weiterführenden Schulen und Universitäten vergeben.

Fairer Preis

Für ihren Bio-Tee erhalten die Bäuerinnen und Bauern einen vergleichsweise hohen Preis, etwa das Doppelte des Marktpreises. Die DOTFA-Mitglieder, die in der Teefabrik beschäftigt sind, verdienen 15 bis 20 Prozent mehr als andere in dieser Branche.

Traditionelles Produkt

Traditionelles Produkt

Bereits seit rund 1.200 Jahren werden in der Provinz Jiangxi Tees angebaut, die als besonders aromatisch gelten. Die Provinz Jiangxi wird auch als „Goldenes Dreieck“ des chinesischen Tees bezeichnet. Der gebirgige Teil der Provinz bietet aufgrund des Klimas und der Böden ideale Anbaubedingungen für Tee.

GEPA - The Fair Trade Company/A.Welsing
Frauen

Frauen

Der Anteil der weiblichen Mitglieder ist seit der Gründung 1993 gestiegen. Zurzeit sind rund 35 Prozent der Mitglieder weiblich.

Bio

Bio

Der GEPA-Mehrpreis wird – neben der Ausbildung der Kinder – besonders für die Weiterbildung der Bäuerinnen und Bauern im Bio-Anbau verwendet. Der Umweltschutz ist für DOTFA besonders wichtig.

Qualität

Qualität

Die Bauern sind stolz auf ihre Teeblätter. Nach der Ernte mit modernen Pflückmaschinen werden sie in den Dorf-Teefabriken nach traditionellem Verfahren in heißen Trommeln erhitzt, dann gerollt und schließlich zu Roh-Tee getrocknet. Bezüglich der Qualität wird DOTFA von einer Teehandelsfirma beraten.


Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

In der zentralen Teefabrik von „Jiangxi Dazhangshan Organic Food“ wird der Roh-Tee von DOTFA gradiert, je nach Sorte auch poliert und für den Kunden exportfertig verpackt. Die Jahreskapazität dieser Teefabrik beträgt zurzeit insgesamt 600 Tonnen Tee. 99 Prozent des Tees von DOTFA gehen an den Fairen Handel.