gebana Togo

Art der Organisation
Privatunternehmen
Ort:
Afrika, Togo , Lomé
Mitglieder:
6.674
Homepage:
www.gebana.com
GEPA Partner seit:
2019
gebana Togogebana Togo

Über den Partner

Die Schweizer Firma gebana AG ist vielen ein Begriff als Anbieter von fair gehandeltem Frischobst. Eine ihrer Tochterfirmen ist gebana Togo, die auch hochwertigen Bio-Kakao anbieten und dafür einen zusätzlichen Absatzmarkt gesucht haben. Togo ist ein Kleinstaat in Westafrika, in dem noch immer knapp 50 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut leben. gebana Togo hat zurzeit mehr als 50 Angestellte und beschäftigt zusätzlich 32 Saisonarbeitskräfte, die den Bio-Kakao u.a. exportfertig machen. Zuvor wurde er von den Bäuer*innen fermentiert und getrocknet. In den Räumen von gebana Togo durchläuft der Bio-Kakao strenge Qualitätskontrollen, wird gesiebt und hauptsächlich von Frauen händisch sortiert. Die gebana-Mitarbeiter*innen beraten zudem die Bauern u.a. beim Bio-Anbau.  

Die Produzentinnen und Produzenten

gebana Togo arbeitet zurzeit mit vier Kakao-Kooperativen zusammen, eine davon ist Scoops IKPA in Badou. Die Kakaoanbauregionen liegen nahe der Grenze zu Ghana. Von den Mitgliedsfarmen dieser Kooperative sind zurzeit rund 50 Prozent bereits bio-zertifiziert und rund 50 Prozent noch in Umstellung auf Bio-Anbau. Die durchschnittliche Größe einer Farm beträgt ca. 1,5  Hektar. Davon ist etwa die Hälfte der Fläche mit Kakaobäumen bepflanzt, die andere Hälfte u.a. mit Kochbananen, Casava und Mais für den eigenen Bedarf. Das Land haben die Bäuer*innen meist gepachtet und zahlen die Pacht.

Zur Geschichte

 

2019

Besuch von Silvia Kurte, GEPA Einkaufsmanagerin Kakao und Martina Beck, GEPA Bildungsreferentin

Produkte: Schokolade & Kakao, Taste Fair Africa

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

gebana Togo hat bereits 138.000 Kakaobäume an die Kakaobauern verschenkt. Das Pflanzen dieser Bäume schützt den Boden bei Regen vor Erosion.

Bio

Bio

gebana Togo setzt auf Bio-Anbau: Die vier Kooperativen sind bio-zertifiziert. Zurzeit sind 65 Prozent ihrer Produkte bereits „bio“, die restlichen Anbauflächen sind in Umstellung. Da der Insektenbefall im Kakaoanbau ein großes Problem ist, experimentieren sie zurzeit mit bio-zertifiziertem Neem-Öl aus Benin.

Soziales

Soziales

Die festangestellten Mitarbeiter*innen von gebana Togo haben folgende Vorteile: z.B. Arbeitsverträge, Sozial- und Krankenversicherung auch bei kurzer Beschäftigung, Pensionskasse und Bonuszahlung am Ende des Jahres.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Durch die GEPA bekommen die Bio Kakao-Produzent*innen von gebana Togo noch mehr Zugang zum Fairen Handel in Europa. So können sie größere Mengen Bio-Kakao zu fairen Bedingungen absetzen.

Bildung

Bildung

Die Bauernfamilien erhalten einen zinslosen Kredit, um die Schulgebühren ihrer Kinder zu bezahlen. Sie fallen außerhalb der Erntezeit an, also zu einer Zeit, in der die Bäuer*innen oft kein ausreichendes Geldeinkommen haben. Bei einer Kooperative wurden für eine Schule u.a. Möbel, Bücher und Schreibutensilien angeschafft.

Fairer Preis

Fairer Preis

gebana Togo erhält den GEPA Kakao Plus-Preis, der deutlich über dem von Fairtrade International (FLO) festgesetzten Mindestpreis liegt. Zum Börsenpreis kommen nicht nur die Bio-Prämie und die Fairtrade-Prämie, sondern auch eine hohe GEPA-Prämie. Der Partner erhält so mindestens 3.500 US-Dollar / t Kakao.

Qualität

Qualität

Auf den Farmen wird meist die Kakaosorte „Forastero“ angebaut, in geringem Umfang „Criollo“. Die Bohnen werden ca. 6 Tage in mit Bananenblättern ausgelegten Flechtkörben fermentiert. Danach wird der Kakao 5 – 7 Tage unter freiem Himmel getrocknet und von gebana Togo nachgetrocknet und von Hand aussortiert.

Aufbau

Aufbau

gebana Togo hat die Kakaoanbauflächen der Bäuer*innen per GPS erfasst, so dass viele Bäuer*innen erst heute wissen, wie groß ihr Land eigentlich ist. Zudem wurden für die Mitglieder aus der Fairtrade-Prämie u.a. Gummistiefel und Macheten angeschafft sowie neue Waagen für die gebana Togo-Mitarbeiter*innen, die den Bio-Kakao aufkaufen.

Das ist noch zu tun

Bio

Bio

Rund 35 Prozent der Bäuer*innen von gebana Togo sind noch in der Bio-Umstellung und bekommen noch nicht den Mehrwert der Bio-Produktion.

Soziales

Soziales

gebana Togo unterstützt v.a. kleinere Kooperativen bei der Gründung. In Zukunft soll es für die Mitglieder einen Zahlungsverkehr per Handy geben.