Guaya ´b

Art der Organisation
Produzentenorganisation
Ort:
Amerika, Guatemala, Jacaltenango
Mitglieder:
642 – davon 242 Imker
GEPA Partner seit:
2002
GEPA-Code:
311
Guaya ´b

Über den Partner

Guaya´b wurde 1999 von 54 indigenen Kleinbauern gegründet, um ihre wirtschaftliche und soziale Benachteiligung zu verringern. Der Name der Produzentenorganisation bedeutet in der Sprache der Maya-Popti so viel wie „gegenseitige Hilfe“. Die Organisation unterstützt ihre Mitglieder durch die Vermarktung und den Transport ihrer Produkte. Dazu gehören Bio-Kaffee und Honig für den Export sowie Erdnüsse, Hibiskus und Chilis für den lokalen Markt. Dazu entstand eine Lagerhalle und die Mitglieder erhalten Schulungen zur Honigproduktion und günstige Kredite. Dies ist besonders wichtig, denn von den örtlichen Banken erhalten sie keine Kredite, da sie keinen offiziellen Landtitel haben. Der Verkauf von Bio-Kaffee und Honig an den Fairen Handel sorgte nicht nur für Stabilität innerhalb von Guaya´b, sondern auch in der Region.

Die Produzentinnen und Produzenten

Die Familien leben in verstreut liegenden Bergdörfern im Nord-Westen Guatemals. Diese liegen auf bis zu 1.500 Metern Höhe und sind zum Teil nur schlecht über Schotterstraßen und Pfade zu erreichen. In den höheren Lagen betreiben die Mitglieder von Guaya´b Schafzucht und pflanzen Kartoffeln, Mais und Gemüse sowie Hafer und Weizen für den eigenen Bedarf. Erdnüsse, Hibiskus und Chilis sind für den lokalen Markt. In den niedrigeren Gebieten gedeiht Kaffee. Jede Familie baut etwa auf einem Hektar Bio-Kaffee an. Der Honig ist besonders wichtig, um ein zusätzliches Einkommen für die Familien zu verdienen. 

Zur Geschichte

 

2018

Besuch von Stephan Beck, GEPA Abteilungsleiter Einkauf & QS und Meike Beermann, GEPA Einkaufsmanagerin Food Lateinamerika

 

2011

Erster Import von Kaffeeblütenhonig durch die GEPA

 

2008

Verdopplung der Importmenge der GEPA

 

2004

Besuch von Stephan Beck, GEPA-Produktmanager und Beginn des Direktimports

 

2003

Treffen mit Stephan Beck beim Honig-Seminar in Guatemala

 

2002

Erster Kauf von Honig über die EZA in Österreich

 

Produkte: Honig & Zucker

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Die Imkerei fördert grundsätzlich die Biodiversität und trägt damit zum Schutz der Umwelt bei.

Bio

Bio

Guaya´b befindet sich in der Umstellung auf eine ökologische Honig-Produktion. Diese wird durch den Handelspartner-Fonds der GEPA mit unterstützt. Die Bäuerinnen und Bauern lernten früher bereits, zu kompostieren und selbst Bio-Dünger herzustellen. 

Soziales

Soziales

Günstige Kredite für die Mitglieder sind von großer Bedeutung, dass sie dadurch die Möglichkeit erhalten, für sie wichtige Investitionen zu tätigen. 

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Organisation Guaya´b ermöglicht den fairen Export von Bio-Kaffee und Honig nach Europa, bildet die Mitglieder weiter und bietet ihnen Kleinkredite an.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company; Guaya'b
Gesundheit

Gesundheit

In der Region mangelt es unter anderem an Schulen und ärztlicher Versorgung. Durch den Mehrpreis des Fairen Handels können sich die Familien zum Beispiel Kleidung und Medikamente kaufen. 

Fairer Preis

Fairer Preis

Die GEPA bezahlt einen Preis auf der Basis des von Fairtrade International (FLO) festgesetzten Mindestpreises und eine Fair Trade-Prämie. So profitieren die Partner von steigenden Preisen, sind aber nach unten abgesichert. 

Qualität

Qualität

Von Guaya´b bezieht die GEPA Honig-Spezialitäten wie Kaffeeblüten-Honig. Die Bienen bestäuben die Blüten der Kaffeesträucher.

Chancen

Chancen

In Guatemala gibt es 22 verschiedene Mayavölker, die nach wie vor für den Erhalt ihrer Traditionen und Rechte hart kämpfen müssen. Der Großteil der Mitglieder unseres Handelspartners Guaya´b gehört der indigenen Bevölkerung an, die insgesamt rund 40 Prozent der Bevölkerung Guatemalas ausmacht.