Saidpur

Art der Organisation
Kleine Privatfirma
Ort:
Asien, Bangladesch , Saidpur
Mitglieder:
ca. 100
GEPA Partner seit:
1977 (früher Teil von MCC)
GEPA-Code:
726
SaidpurSaidpur

Über den Partner

Die berühmte "Jute-statt-Plastik"-Taschen wurden zum großen Teil von Produzentinnen in der Stadt Saidpur in Bangladesch hergestellt, die sich zum "Action Bag Center" zusammengeschlossen hatten. Die Jutetaschen sollten die Plastiktaschen in Deutschland ersetzen - eine wegweisende Verbindung aus Ökologie und Entwicklung bereits in den 70er-Jahren. In Bangladesch sind die so entstandenen Arbeitsplätze besonders für Frauen wichtig, da viele während des Krieges 1971 ihre Männer verloren hatten und selbst für die Familien sorgen mussten. Bis heute sind die Arbeitsplätze in Saidpur wichtig und begehrt, denn der Verdienst und die Arbeitsbedingungen sind besser als in anderen Betrieben. Bis 2015 wurden die Produkte dieses GEPA-Partners über größere Vermarktungsorganisationen in Dhaka exportiert, doch inzwischen verfügt Saidpur selbst über eine Exportlizenz.

Die Produzentinnen und Produzenten

Zu Saidpur gehören zwei Produzentengruppen: Das "Action Bag Center" und die "Eastern Screen Printers". Beides waren ursprünglich Projekte des "Mennonit Central Commity", die bereits seit 1990 unabhängig von der Mutterorganisation arbeiten. Im "Action Bag Center" nähen die Frauen sehr sorgfältig unterschiedliche Produkte für die GEPA. Teilweise werden hier auch bedruckte Stoffe von den "Eastern Screen Printers" verarbeitet. Bilquis ist eine von den Frauen, die mit ihrem Einkommen u.a. die Ausbildung ihrer Kinder finanziert. Ihr ältester Sohn arbeitet inzwischen in einer Bank, alle weiteren Kinder gehen auf weiterführende Schulen.

Zur Geschichte

 

2019

Besuch des Saidpur-Geschäftsführers Ghayasuddin, der die GEPA meist einmal jährlich besucht.

 

 

2009

Besuch von Rolf Bittner, früherer GEPA Produktmanager

 

 

1992

Besuch von Claudia Grözinger, früherer GEPA Asien-Referentin

 

 

1979

Reise von Gerd Nickoleit (früherer GEPA Grundsatz-Referent) und Karl Linnartz (ehemaliger GEPA Leiter Einkauf) nach Bangladesch

 

 

Produkte: Wohnen, Schmuck & Taschen

Das wurde durch Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Die Produkte werden aus natürlichen Materialien wie Baumwollstoffen oder einem Baumwoll-Jutegemisch gefertigt. Gerade das Rohmaterial Jute ist in Bangladesch reichlich vorhanden. Ihre Jutetaschen aus Bangladesch waren zudem der Vorläufer der heute in Deutschland zum Einkaufen benutzten Stofftaschen.

Bildung

Bildung

Das von den Frauen bei Saidpur verdiente Geld wird oft für die Ausbildung ihrer Kinder verwendet. Saidpur verteilt jedes Jahr an rund 400 Kinder Schuluniformen, Bücher, Hefte, Stifte und Taschen, deren Eltern sich das nicht leisten können. Alphabetisierungskurse gehörten auch zum Angebot des Partners. 

Aufbau

Aufbau

Die beiden Werkstätten von Saidpur wurden aufgrund der Aufträge des Fairen Handels aus Europa aufgebaut. Sie sollten in den 70er-Jahren den Kriegsflüchtlingen eine Perspektive geben. Saidpur ist inzwischen in ein modernes Bürogebäude umgezogen.

Chancen

Chancen

Rund 70 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Saidpur stammten ursprünglich aus dem indischen Bundesstaat Bihar. Im Zuge der Teilung des indischen Subkontinents flüchteten sie 1971 in den neu entstandenen Staat Bangladesch. 

GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
GEPA - The Fair Trade Company/H.Lockie
Frauen

Frauen

Das „Action Bag Center“ (später:Saidpur Enterprises) wurde gegründet, um Witwen und verlassene Frauen nach dem Krieg 1971 eine Perspektive zu geben. Sie mussten für ihre Familie Geld verdienen, am besten von zu Hause aus. Heute sind sie finanziell unabhängiger und können sich besser für ihre Belange einsetzen.

Fairer Preis

Fairer Preis

Die Frauen werden pro Stück bezahlt, wobei die notwendige Arbeitszeit und die Materialkosten eingerechnet werden. So erhalten sie deutlich höhere Löhne als andere Beschäftigte in Saidpur.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Der Faire Handel mit der GEPA machte den Export der Jute-Produkte nach Europa erst möglich. Zusammen wurden große Anstrengungen bei der Produktentwicklung unternommen. Saidpur setzt heute auf neue Designs und bietet ein breites Produktspektrum an, die u.a. aus handgewebten Baumwollstoffen oder einem Baumwoll-Jutegemisch gefertigt werden.