UPROMABIO

Art der Organisation
Produzentenorganisation
Ort:
Afrika, Burkina Faso , Bobo-Dioulasso
Mitglieder:
43
GEPA Partner seit:
2015 (mit der Vorgängerorganisation CDS seit 1996)
GEPA-Code:
082
UPROMABIO
UPROMABIO
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Über den Partner

Die Vermarktung ihrer biologisch angebauten Mangos ist die Hauptaufgabe von UPROMABIO („Union des Producteurs des Mangues biologiques des Hauts-Bassins“). Zudem sollen durch das Trocknen der frischen Mangos zusätzliche Einkommensmöglichkeiten für Frauen geschaffen werden. Rund 200 Frauen und 50 Männer verarbeiten während der Erntezeit in vier Trocknungsbetrieben in der Stadt Bobo-Dioulasso die frischen Bio-Früchte der Kleinbauerngruppen zu getrockneten Bio-Mangos. Die Verarbeitung der Bio-Mangos und der so mögliche Export nach Europa führen dazu, dass Mangobäume erhalten und neue gepflanzt werden. Zwischen diesen Bäumen wird u.a. auch Hibiskus (Hibiscus sabdariffa) angebaut, dessen Blüten die GEPA nun als weiteres Produkt von UPROMABIO abnimmt. Die Mangobäume und Hibiskuspflanzen schützen den Boden vor Erosion und sind ein Zeichen gegen die Entwaldung und für den Erhalt der Artenvielfalt in dieser Region. 

Die Produzentinnen und Produzenten

Die Mangofrüchte erhält UPROMABIO von drei Mitgliedsgruppen, die in drei Regionen im Süden von Burkina Faso zu Hause sind. Die Gruppe Kotoallaman (dt.: „Wir überlassen alles Gott“) ist in der Umgebung von Bobo-Dioulasso aktiv, Mango-So (dt.: “Das Haus der Mangos“) in Toussiana und die Gruppe Yirikanu (“Wir achten die Bäume”) in der Nähe von Orodora. Die Mitglieder bauen auf ca. drei bis fünf Hektar Land für den Eigenbedarf Mais, Hirse und Bohnen an. Mit dem Verkauf der frischen Mangofrüchte an UPROMABIO werden u.a. Schulgeld, Kleidung und Medikamente bezahlt.

Zur Geschichte

 

2016

Besuch von Markus Kruschewsky, GEPA Einkaufsmanager

Produkte: Süßes & Snacks, Taste Fair Africa

Das wurde durch den Fairen Handel erreicht

Ökologie

Ökologie

Werden die Mangos nicht verwendet, ist die Versuchung groß, die Bäume zu fällen und sie als Brennholz zu verkaufen. So trägt das Verarbeiten der Bio-Mangos zum Erhalt der Bäume bei, die Wasser speichern und die Erosion des Bodens verhindern. Zudem sind sie ein Zeichen für den Erhalt der Artenvielfalt.

Bildung

Bildung

Die nächste Schule für die Kinder der Mitglieder war weit entfernt. Deshalb wurde im Dorf Kouroukan von der Bevölkerung Land gestiftet, auf dem eine Grundschule gebaut wurde. Im Jahr 2016 wurde sie um einen Klassenraum erweitert, mit Schulmöbeln ausgestattet. Dort werden 46 Kindern unterrichtet.

Aufbau

Aufbau

Die GEPA unterstützte ihren Partner im Juni 2016 finanziell beim schnellen Wiederaufbau einer Verarbeitungsanlage, die im Mai 2016 abgebrannt war. UPROMABIO hat zusätzlich einen Teil der Fair Trade-Prämie für den Aufbau verwendet. Dadurch konnten die Arbeitsplätze für etwa 60 Frauen gerettet werden.

Zugang zum Markt

Zugang zum Markt

Die Zusammenarbeit mit claro, der schweizerischen Fair Handelsorganisation, ermöglichte erst den Export von getrockneten Mangos nach Europa. Seit 1996 bezieht auch die GEPA getrocknete Mangos aus Burkina Faso.

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Fotos: GEPA - The Fair Trade Company.
Frauen

Frauen

Der GEPA-Partner ermutigt seine Gruppen, die Landbesitzerinnen als Neumitglieder zu bevorzugen. Sie sind immer noch in der Minderheit, da traditionell das Land einer Familie an die Söhne weitergegeben wird. Durch die Verarbeitung der Mangos sind wichtige Verdienstmöglichkeiten entstanden.

Fairer Preis

Die Bäuer*innen bekommen einen höheren Preis für ihre Mangofrüchte als sonst auf dem lokalen Markt üblich. Und die Frauen erhalten während der Verarbeitungszeit der Bio-Mangos ein wichtiges Zusatzeinkommen für ihre Familien. Die Produzentengruppen erhalten zudem einen Anteil an der Fair Trade-Prämie.

Qualität

Qualität

Ausgezeichnete ungesüßte getrocknete Bio-Mangos erhält die GEPA von UPROMABIO. Sie werden mit einem mit Gas betriebenen Ofen getrocknet. Wichtig dafür ist die Qualitätskontrolle, die der Partner vor Ort leistet.

Soziales

Soziales

Die Produzentenorganisation schaffte ein Moped an, um den Kontakt zu den Gruppen zu erleichtern, die weiter entfernt sind. Defekte Wasserpumpen wurden repariert. Und eine Brunnenbohrung ermöglicht es, ca. 200 Menschen mit Trinkwasser zu versorgen. Bei Bedarf werden Medikamente ausgegeben. Und in den Trocknungsanlagen gibt es Kantinen.

Das ist noch zu tun

Ökologie

Ökologie

Aufgrund des Klimawandels müssen neue Anbaumethoden entwickelt und Schutzmaßnahmen gegen Insektenbefall getroffen werden.

Aufbau

Aufbau

Die meisten Mangobäume sind überaltert und müssen erneuert werden. Und die lokale Vermarktung von frischem Obst und Gemüse wird gefördert.