Ein Jahr Corona

Digitaler Workshop zu Auswirkungen
bei Handwerkspartnern  

Ein Jahr Corona – das ist tagtäglich eine Herausforderung, auch für unsere Handwerkspartner.  Wir halten ihnen die Treue und bestellen nach wie vor. In einem digitalen Workshop, den unsere Abteilung Grundsatz und Politik organsiert hat, haben wir mit ihnen über Probleme und Lösungen diskutiert. Hier ein paar Beispiele aus Asien:

Probleme beim Export ihrer Waren haben aufgrund der Pandemie fast alle unsere Handwerkspartner. Indro Dasgupta, Geschäftsführer von CRC in Indien betonte, dass seine Organisation das schwierige Jahr 2020 nur deshalb gut überstanden hat, weil Kunden wie die GEPA keinen einzigen Auftrag storniert haben. So konnten sie Aufträge an die Handwerkerinnen und Handwerker weitergeben, die so ein Einkommen hatten. Indro Dasgupta erzählte, dass der große GEPA-Auftrag für verschiedene Plastikfrei-Artikel wie Gemüsenetze für eine Gruppe von Schneidern „ein wirklicher Lebensretter“ war. Sie konnten sogar noch Geld an ihre Familien auf dem Land schicken. Im Gegensatz dazu hatten in Indien allein beim ersten harten Lockdown im Jahr 2020 100 Millionen Menschen plötzlich ihren Job und ihr Einkommen verloren.

Was, wenn es eine weitere Krise dieser Art gibt? Die Antwort darauf muss nachhaltig sein.Indro Dasgupta

Indro Dasgupta sieht in der Krise aber durchaus auch Chancen, zum Beispiel für die Erschließung neuer Märkte: „Die Pandemie hat unsere Augen geöffnet. Was, wenn es eine weitere Krise dieser Art gibt? Die Antwort darauf muss nachhaltig sein. Wir brauchen genug Arbeit, genug Liquidität. Der Cash flow ist ausgetrocknet. Um die Liquidität zu sichern, müssen wir uns auf neue Märkte konzentrieren, z.B. Online-Kanäle.“

Revita Shrestha von ACP in Nepal berichtete, dass die Ankündigung des Lockdowns in ihrem Land von heute auf morgen erfolgte, so dass sie keine Vorkehrungen treffen konnten. So konnte ACP zum Beispiel die zu Hause arbeitenden Handwerkerinnen und Handwerker nicht vorher mit Rohmaterial versorgen. Sie mussten zum Beispiel vom Einkommen der anderen Familienmitglieder leben oder von der Landwirtschaft. Aus den ursprünglich angekündigten ein bis zwei Wochen wurde schließlich ein dreimonatiger Lockdown. Es kamen auch keine Touristinnen und Touristen ins Land, so dass ACP auch keine Produkte in ihrem eigenen Geschäft in Kathmandu verkaufen konnte.

Unser Partner Wax Industri aus Indonesien hat hingegen in 2020 erfreulicherweise mehr Aufträge für seine Kerzen erhalten als im Vorjahr. Aber der Geschäftsführer Ong Wen Ping berichtet, dass es noch immer erhebliche Probleme mit der Logistik gäbe. Zudem bekommen sie nicht ausreichend Verpackungsmaterial für die Kerzen, da in diesen Betrieben aufgrund der Pandemie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen worden sind. Ong Wen Ping bedankt sich bei allen, die ihre fairen Kerzen verkaufen und bittet um Verständnis dafür, dass sich die Ankunft der Kerzen in Europa immer noch schwer vorhersagen lässt.

Insgesamt fand der digitale Austausch großen Anklang bei den Handwerkspartnern. „Es war eine wunderbare Initiative, Partner rund um den Globus für diesen Workshop zusammenzubringen. Es war sehr informativ und gleichzeitig wichtig, miteinander in Kontakt zu bleiben. Wir hätten gern noch mehr Austausch in dieser Form“, so Sujata Goswani, Geschäftsführerin der indischen Handwerksorganisation Sasha, die unter anderem Tischwäsche, Schals und Teppiche produziert.

Infos für Weltläden

Weltläden können weiterhin bei uns bestellen, am liebsten online oder per Mail über die gewohnten Wege. Aktuelle Infos für Weltladen-Aktive finden sich hier.

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Der GEPA-Fairkauf ist momentan von montags bis freitags von 10 bis 17:30 Uhr geöffnet.

An alle: Achten Sie auf sich und Ihre Lieben

Auch wenn Sie es jetzt schon oft gehört oder gelesen haben: Bleiben Sie gesund und achten Sie auf sich und Ihre Lieben. Auch wenn wir äußerlich Abstand halten, können wir innerlich zusammenrücken.

Stand 03/2021

WEITERE INFORMATIONEN

Aktuelle Informationen für Weltladen-Aktive auf
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