GEPA unterstützt Kleinbauern beim Klimaschutz

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch

Praktisch und politisch:
Maßnahmen für mehr Klimagerechtigkeit

Ist das gerecht? Diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, sind von seinen Auswirkungen stark betroffen: Vor allem Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im globalen Süden haben mit Ernteausfällen und Einkommenseinbußen auf Grund von Dürre, Hitze und Überflutungen zu kämpfen. Doch wir lassen unserer Partner nicht allein! Die GEPA unterstützt ihre Partner, um die Schäden abzumildern – ganz nach dem diesjährigen Motto der Fairen Woche „Gemeinsam für ein gutes Klima“. Darüber hinaus ist auch die Politik gefragt: „Beweislast umdrehen: Klimasünder wie Großkonzerne müssten zur Verantwortung gezogen werden, beispielsweise durch eine CO2-Steuer“, sagt dazu GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger.

Das tut die GEPA: Handelspartnerfonds

Seit 2017 verfügen wir über einen unternehmenseigenen Handelspartnerfonds, mit dem wir u. a. klimafreundliche Produktionsweisen bei unseren Partnern fördern und sie bei der der Bioumstellung unterstützen. Mittlerweile setzen wir 83 Prozent unseres Lebensmittelumsatzes mit Bioprodukten um. So können unsere Partner ihre Produktion besser an den Klimawandel anpassen. Eines von vielen Beispielen ist die Einstellung eines technischen Beraters bei der Wupperthal Original Rooibos Cooperative (WORC) in Südafrika – unserem Partner für Rooibostee. Dieser berät die Kooperative und vermittelt den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern Wissen, wie man die Bodenbeschaffenheit verbessern kann.

Ausgetrockneter Boden beim GEPA-Partner WORC in Südafrika. Die Auswirkungen des Klimawandels sind hier schon seit 2017 allgegenwärtig.  Foto: WORC
Ausgetrockneter Boden beim GEPA-Partner WORC in Südafrika. Die Auswirkungen des Klimawandels sind hier schon seit 2017 allgegenwärtig. Foto: WORC

Das tut die GEPA: Klima-Kollekte

Seit diesem Frühjahr kooperiert die GEPA außerdem mit der Klima-Kollekte (www.klima-kollekte.de), die unter anderem von ihren Gesellschaftern MISEREOR, Kindermissionswerk und „Brot für die Welt“ getragen wird. In Kooperation mit der Klima-Kollekte berechnen und kompensieren wir den Schiffstransport unseres gesamten GEPA-Kaffee-Sortiments. Gleichzeitig fördern wir über die Klima-Kollekte gezielt Handelspartner.

Aufforstungsprojekt bei ATC auf den Philippinen

Mit einem Aufforstungsprojekt leisten wir seit 2013 bei unserem philippinischen Zuckerpartner Alter Trade Corporation (ATC) einen Beitrag zum Klimaschutz: Hier wurden bereits mehr als 33.500 Bäume gepflanzt (Stand 2017). Die Bäume, die bisher bei ATC wachsen, schützen jedoch nicht nur das Klima: Sie verbessern die Böden der Zuckerbauern, liefern später Früchte, Holz und spenden Schatten. Als Basis für die Aufforstung hat die GEPA ihren CO2-Fußabdruck zweimal messen lassen. Denn als Unternehmen können wir die CO2-Emissionen nicht vermeiden, die durch Import, Dienstreisen oder Wege zur Arbeit entstehen.

Mehr über das Aufforstungsprojekt erfahren Sie hier.

Berdandino Ferrer, Umweltbeauftragter bei ATC: „Es ist hier oft sehr, sehr heiß. Die Bäume werden uns Schatten und Kühle spenden, wenn wir unsere Pausen machen.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch
Berdandino Ferrer, Umweltbeauftragter bei ATC: „Es ist hier oft sehr, sehr heiß. Die Bäume werden uns Schatten und Kühle spenden, wenn wir unsere Pausen machen.“ Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch


Das tut die GEPA: Klimaschutzprojekt bei KCU in Tansania

Ein weiteres Beispiel, das wir als Kooperationspartner der Klima-Kollekte unterstützen, ist das Ofenprojekt bei unserem Kaffeepartner KCU in Tansania. Aktuell werden energieeffiziente Öfen getestet, die offene Feuerstellen ersetzen sollen. Das mindert Emissionen und Abholzung, da weniger Holz zum Kochen genutzt wird. Die rußärmere Zubereitung schützt außerdem die Gesundheit.

In der Bildergalerie sehen Sie ein Foto der herkömmlichen Variante sowie der neuen Öfen.

So sehen die neuen, energieeffizienten Öfen bei KCU in Tansania aus, die momentan getestet werden.  Foto: Klima-Kollekte/Johann Thaler
So sehen die neuen, energieeffizienten Öfen bei KCU in Tansania aus, die momentan getestet werden. Foto: Klima-Kollekte/Johann Thaler
Die neuen Öfen werden aus Lehm vor Ort gefertigt. Foto: Klima-Kollekte/Johann Thaler
Die neuen Öfen werden aus Lehm vor Ort gefertigt. Foto: Klima-Kollekte/Johann Thaler
Die neuen Öfen werden aus Lehm vor Ort gefertigt. Foto: Klima-Kollekte/Johann Thaler
Die neuen Öfen werden aus Lehm vor Ort gefertigt. Foto: Klima-Kollekte/Johann Thaler
Hier sieht man die herkömmliche drei-steinige Kochstelle, wie sie zuvor genutzt wurde. Foto: Klima-Kollekte/Johann Thaler
Hier sieht man die herkömmliche drei-steinige Kochstelle, wie sie zuvor genutzt wurde. Foto: Klima-Kollekte/Johann Thaler

Unsere Forderungen an die Politik

Der Klimawandel droht viele Errungenschaften des Fairen Handels zunichte zu machen. Deshalb fordert die GEPA die Politik auf, kleinbäuerliche Produktion zu fördern, die laut Weltagrarbericht rund 70 Prozent zur Welternährung beiträgt. Darüber hinaus sollte öko-faire Beschaffung auf Lokal-, Landes-, Bundes- und EU-Ebene gesetzlich verankert werden. Weitere Maßnahmen sind staatliche Regulierungen wie Steuererleichterungen für Unternehmen, die fair und ökologisch wirtschaften, Sanktionen für Klimasünder sowie technische Unterstützung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, damit diese die Folgen des Klimawandels besser bewältigen können.

Das fordern GEPA-Handelspartner von Politiker/-innen

Was unsere weltweiten Handelspartner von der Politik fordern, sagen sie hier im Video. Dieses ist anlässlich unserer Veranstaltung „Climate First“ zum Thema Klimagerechtigkeit im letzten Jahr gedreht worden.

Was tut die GEPA hier in Wuppertal für Klimaschutz

Auch im GEPA-Firmenalltag ist uns Umweltschutz besonders wichtig: So haben alle GEPA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit ein Jobrad vergünstigt zu erwerben. Ein weiteres Beispiel ist unser eigenes Blockheizkraftwerk: So beziehen wir seit 2008 etwa die Hälfte unseres jährlichen Strombedarfs sowie Wärme aus unserem eigenen Blockheizkraftwerk. Dieses erzeugt neben Wärme auch Öko-Strom, der dann ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Wie das funktioniert sehen Sie hier im kurzen Video von KWK hoch3, einem Konzept der drei Städte Wuppertal, Solingen, Stadt Remscheid. Die drei Städte haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kraft-Wärme-Kopplung im Bergischen Land auszubauen.


Stand 09/2018

WEITERE INFORMATIONEN

Die GEPA verbindet Fair Trade und Klimaschutz -
wie? Das erfahren Sie hier.

Hier erfahren Sie, wie die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs)
und der Faire Handel konkret zusammenhängen

14. - 28. September

Faire Woche 2018

Unter dem Motto "Gemeinsam für ein gutes Klima" ist die Faire Woche gestartet: Eindrücke vom Auftakt & Tipps für bundesweite Aktionen finden Sie hier.

Foto: Forum Fairer Handel/ Andreas Müller

Nachhaltig im Alltag

Unser Öko-Strom

Wir erzeugen Strom & Wärme im Blockheizkraftwerk. Wie das funktioniert, sehen Sie im Video der bergischen Städte zu KWK hoch3.

Foto: Prospekt.TV

Klimaschutz

CO2-Fußabdruck

Die GEPA hat zum zweiten Mal ihren CO2-Fußabdruck messen lassen. Näheres dazu erfahren Sie hier.

Foto: GEPA - The Fair Trade Company/C. Nusch